Publikation zu Mehrwegsystemen (GIZ, im Auftrag des BMUKN)
Produktdesign, Verringerung/Optimierung von Verpackungen
Mehrweg-/Rücknahmesysteme
Abfallvermeidung, –management und -behandlung
Generelle Umweltrelevanz
Meere allgemein
Kurzbeschreibung

In Südostasien zählt Plastikverschmutzung zu den größten Umweltproblemen, angetrieben von Urbanisierung, verändertem Konsumverhalten und der weiten Verbreitung von Einwegverpackungen wie Sachets, Plastikbechern und Lebensmittelboxen aus Styropor. Mehrwegsysteme, die Einwegverpackungen durch wiederverwendbare Behälter ersetzen, gehen das Problem direkt an der Quelle an und können den Plastikverbrauch deutlich senken. Viele dieser Ansätze kommen jedoch nicht über die Pilotphase hinaus, denn technische Machbarkeit allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob ein System zu den Lebens- und Kaufgewohnheiten der Menschen passt. 

Die Publikation untersucht die Rolle von Behaviour Change für den langfristigen Erfolg von Mehrweg-Systemen in Südostasien. Grundlage bilden eine Literaturauswertung, Interviews und vier Fallstudien. Sie zeigen, wie Verhaltensänderungen über den Erfolg und die Verbreitung von Mehrwegsystemen entscheiden. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass erfolgreiche Systeme Mehrweg bequem, bezahlbar, verlässlich und gesellschaftlich selbstverständlich machen. Zugleich setzen sie auf ein inklusives Design, das den informellen Sektor sowie Unterschiede etwa bei Geschlecht und Einkommen berücksichtigt. Abschließend richtet die Publikation konkrete Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.  

Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des Globalen Projektes zur Vermeidung von Meeresmüll, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) umsetzt. 

Ansprechpartner
Lena
Hollender
lena.hollender@giz.de